Für weibliche Formen
Alexandra Shulman: Von Magermodels frustriert
publiziert: Montag, 2. Apr 2012 / 15:51 Uhr
Alexandra Shulman kritisierte die Designer.
Alexandra Shulman kritisierte die Designer.

Alexandra Shulman findet die Forderung der Modeindustrie nach extrem «dürren Models» sehr frustrierend.

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Die Chefredakteurin der britischen 'Vogue' kritisierte in einem Interview auf 'guardian.co.uk' die vielen «Magermodels», die heutzutage über die Catwalks der Fashion-Shows laufen. Ihrer Meinung nach seien die Urheber dieses Problems die Designer und sie warf ihnen vor, Druck auf die Models auszuüben und sie damit in kleine Grössen zu zwingen. «Ich finde, dass ist einer der sehr beschränkten Aspekte der Modeindustrie. Ich finde es unglaublich frustrierend und ich weiss nicht genau, wo das herkommt. Aber wenn ich einen Schuldigen benennen müsste, dann würde ich wohl die Designer angeben.

Sie sind schliesslich diejenigen, die die Kleider so klein schneidern», erklärte sie.Die Mode-Expertin machte ihrer Empörung bereits 2009 in einem Brief Luft, den sie an die wichtigsten Modehäuser, sowie Karl Lagerfeld, John Galliano, 'Prada' und 'Versace' adressierte. In diesem Brief bemängelte sie die kleinen Sample-Grössen, die die Mode-Journalisten dazu zwingen würden, «dürre» Models mit hervorstehende Knochen, die «kein Brüsten und Hüften» haben, abzulichten.«Ich bin froh, dass ich diesen Brief geschrieben habe. Aber hat es etwas bewirkt? Ich glaube nicht. Aber wenigstens habe ich probiert, etwas zu verändern. und na ja, leider ist es mit unserem westlichen Geschmack nun einmal so, dass wir die Kleider an einer schlanken Figur besser finden. Aber es gibt einen Unterschied zwischen einer schlanken und einer »dürren« Figur und darüber spreche ich mit den Designern ständig, aber die meisten verstehen das einfach nicht», berichtete sie.

Die Journalistin gab weiterhin zu, dass sie froh sei, in der heutigen Gesellschaft keine junge Frau mehr zu sein. Obwohl sie gesunde Frauen mit weiblichen Figuren bevorzuge, sei sie aber dennoch keine Feministin. «Auf gar keinen Fall. Ich bin aber wirklich froh, dass ich heutzutage keine junge Frau mehr bin. Ich bin dankbar, dass die Epoche, in der ich anfing, sexuelle Beziehungen mit Männern zu haben, ich nicht einmal meine Bikini-Zone enthaaren musste! Und damals waren die Männer noch so charmant. Jetzt denke ich nur, wie schrecklich es sein muss, 20 Jahre alt zu sein und immer unter dem Druck zu stehen, perfekt, haarlos und makellos zu sein. das ist furchtbar. Ich würde mich einfach nie ausziehen wollen», lachte Alexandra Shulman.

(alb/Cover Media)

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