Get Changed!
Faire Mode leicht gemacht
publiziert: Donnerstag, 16. Okt 2014 / 17:22 Uhr
Der neue Fair Fashion Guide Österreich ist soeben erschienen.
Der neue Fair Fashion Guide Österreich ist soeben erschienen.

Entgegen der Kritik an der Realisierbarkeit des heute Vormittag in Berlin lancierten Textilbündnisses stellen zahlreiche Modefirmen unter Beweis, dass faire Mode und Transparenz zur Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette umsetzbar sind.

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Get Changed!
The Fair Fashion Network.
www.getchanged.net

Faire Mode ist schon heute kaufbar! Diese Maxime halten drei viel versprechende und zeitgeistige Modeprojekte den Kritikern des deutschen Textilbündnisses entgegen. Knapp 100 Modefirmen sowie deren Verkaufspunkte finden Verbraucher auf der Internet-Plattform Get Changed. Diese Firmen sind transparent über ihre Lieferkette und produzieren nach hohen sozialen und ökologischen Standards. Transparenz über Outdoor-Marken schafft die Plattform Greenroomvoice. Beide Online-Portale haben sich zudem die Information und Aufklärung von Verbrauchern auf die Fahne geschrieben. OC-Outfitters of Change steht als Modemarke beispielhaft für eine solche, konsequent nachhaltige Produktion und Unternehmensphilosophie.

Get Changed

Auf der Plattform Get Changed vertreten ist unter anderem OC-Outfitters of Change, das junge Joint Venture der Unternehmen Remei AG und Ragman. Patrick Hohmann, Gründer der Remei AG: «Das Textilbündnis bestätigt unsere langjährige Arbeit in der nachhaltigen Textilproduktion unter den fünf bioRe® Werten. Erst durch mehr Transparenz, werden sich die Verhältnisse in der Textilindustrie ändern. Vom Baumwollfeld bis zum Bügel? Das Bündnis fordert das, was für uns bei Remei und OC - Outfitters of Change schon längst Realität ist: biologisch, fair, ökologisch, CO2-neutral und transparent produzierte, modische Textilien.»

100 gelistete Modefirmen

«Die knapp 100 auf der Internet-Plattform www.getchanged.net gelisteten Modefirmen beweisen, dass Transparenz über die Lieferkette mit dem richtigen Geschäftsmodell schon heute möglich ist. Diese Firmen kennen ihre Lieferkette genau und setzen hohe soziale und ökologische Standards um», erklärt Dr. Mark Starmanns, Nachhaltigkeitsberater und Präsident des Vereins Fair Fashion Network. Die Firmen auf der Internet-Plattform Get Changed werden aufgrund ihrer überzeugenden Nachhaltigkeitsstrategie auf Basis klar definierter Kriterien vom Verein Fair Fashion Network ausgewählt. Die Plattform listet neben rund 100 Modefirmen wie Coop Naturaline, OC-Outfitters of Change, Hess Natur, Helvetas, Erfolg und Armedangels mehr als 300 Verkaufsstellen. Dort können Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz schon heute faire Mode kaufen, die nach strengen sozialen und ökologischen Standards, wie GOTS, IVN Naturtextil, Fairtrade Cotton, Fair Wear Foundation und bioRe®, produziert werden.

Transparenz über die Nachhaltigkeit 

Ähnlich schafft www.greenroomvoice.com Transparenz über die Nachhaltigkeit von Outdoor-Firmen und ihren Produkten. «Die Plattform stellt Marken aus der Textilbranche ein wissenschaftlich fundiertes Transparency Tool zur Verfügung, welches durch die Überprüfung unabhängiger Dritter eine transparente Aussage zu ökologischer und sozialer Performance ermöglicht. Die aktuelle Version des Transparency Tools (V 2015) spiegelt auf drei Vektoren die wichtigsten Teilbereiche der Nachhaltigkeitsaktivitäten einer Marke wider. Brand Management, Commitment - also ihre Bereitschaft, das Thema proaktiv anzugehen - und das Produkt an sich, bei dem auch die Zulieferkette abgefragt wird. Hierbei können maximal 15 Punkte erreicht werden, der 'best practice' Stand liegt heutzutage bei ungefähr 9 Punkten, so auch das Ergebnis von Remei», sagt Cira Riedel, Gründerin der Plattform.

Im Aktionsplan des Berliner Textilbündnisses

Die drei vorgestellten Unternehmen beweisen, dass die im Aktionsplan des Berliner Textilbündnisses geforderten Ansprüche alles andere als realitätsfremd und unerreichbar sind. Vielmehr zeigen sie auf, dass eine mit unseren ökologischen und sozialen Werten zu vereinbarende Textilproduktion wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar ist. Sie nennen entsprechende Markenbeispiele, schaffen die von Gerd Müller geforderte Transparenz und klären Verbraucher darüber auf, wo sie die entsprechenden Produkte im stationären Handel und online kaufen können. Damit liefern sie echten Konsumentennutzen. Aber vor allem leisten sie schon jetzt einen wichtigen Beitrag zu den als Ziel des Textilbündnisses postulierten konkreten Verbesserungen der sozialen und ökologischen Standards in der Textil- und Bekleidungsindustrie, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefordert werden.

 

(li/pd)

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