Kreativchef

Nicolas Ghesquière ist gegen schnelllebige Trends

publiziert: Mittwoch, 29. Okt 2014 / 16:22 Uhr
«Man denkt nie, dass man ein grosses Statement abgibt, wenn man etwas tut. Manchmal passiert das einfach und man hat Glück.»
«Man denkt nie, dass man ein grosses Statement abgibt, wenn man etwas tut. Manchmal passiert das einfach und man hat Glück.»

Designer Nicolas Ghesquière (43) hat nichts für schnelllebige Trends übrig.

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Der französische Modeschöpfer arbeitete 15 Jahre lang für Balenciaga, bevor er 2013 als Kreativchef zu Louis Vuitton wechselte und die Nachfolge von Marc Jacobs (51) antrat. Er kreierte bislang insgesamt drei Kollektionen für Louis Vuitton: die Herbst/Winterkollektion 2014, die Cruise- und die Frühjahr/Sommerkollektion 2015. Als Nicolas Ghesquière bei dem Modeunternehmen anfing, hoffte er, einige neue Fans für seine Designs gewinnen zu können: «Man denkt nie, dass man ein grosses Statement abgibt, wenn man etwas tut. Manchmal passiert das einfach und man hat Glück. Man denkt vorher nicht, dass man eine Revolution einleiten wird. Am Anfang ist man sehr ehrlich in seinen Ideen und will die Kunden verführen. Es geht eher darum, mit der Zeit eine Vision aufzubauen und tief in die Garderobe einer Frau vorzudringen. Ja, man mag eine Kollektion, die etwas bietet und vorschlägt, aber gleichzeitig will ich etwas Dauerhaftes sehen», erklärte er beim 'WWD's Apparel & Retail CEO Summit'.

Im Zuge der Veranstaltung lobte Ghesquière ausserdem seinen Vorgänger Marc Jacobs und bezeichnete dessen Arbeit bei Louis Vuitton als «aussergewöhnlich».

Wollte nachhaltigen Eindruck hinterlassen

Als der Franzose die Position übernahm, setzte er sich das Ziel, einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen. «Wenn wir uns die Dinge ansehen, die wir in Frankreich als 'Grande Classique' - legendäre Klassiker, die jeder will - bezeichnen, vergessen wir manchmal, dass auch diese Designs eines Tages neu waren», betonte er weiter. «Sie waren total innovativ und mögen die Leute schockiert haben, aber mit der Zeit sind sie zu Klassikern geworden. Nicht jedes Teil wird zum Klassiker, aber die Herausforderung eines jeden Designers ist die Suche nach etwas, das die Zeiten überdauert, auch wenn das anfangs überraschend und neu ist. Das ist das Konzept.»

Als Beispiel führte er die Luxus-Taschen des Labels an. Damals suchte der Gründer von Louis Vuitton eine Marktlücke und hatte die Idee, die berühmten Louis-Vuitton-Koffer zu kreieren. Nicolas Ghesquière strebt einen ähnlichen Erfolg an.

(flok/Cover Media)

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