«Ich liebe die Natur»

Roberto Cavalli: In Sachen Print auf Gottes Spuren

publiziert: Donnerstag, 21. Nov 2013 / 20:50 Uhr
Roberto Cavalli setzt bei seinen Stücken gerne auf Tiermuster.
Roberto Cavalli setzt bei seinen Stücken gerne auf Tiermuster.

Roberto Cavalli (73) findet, dass Gott den Tieren «die besten Kleider» gegeben hat.

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Der italienische Modestar machte den Leopardenprint salonfähig und verwendet auch sehr gerne andere Muster wie Zebrastreifen oder Gepardenpunkte. Gestern Abend erklärte er, weshalb er so ein grosser Fan dieser tierischen Kennzeichen sei: «Ich liebe die Natur», schwärmte der Designer bei einem Vortrag in der britischen Oxford Universität, «und Tiere haben die besten Kleider. Gott hat sie so gut gekleidet erschaffen. Frauen mögen diese Designs, sie fühlen sich natürlich darin.»

Nicht jeder teilt Cavallis Vorliebe für Farbe und sexy Ästhetik, doch der lässt sich davon nicht beirren. Komme was wolle, der Fashionguru wird sein Label niemals mässigen. «Ich mag Mode, die anders ist, Minimalismus ist langweilig. Ich bin ein Berg im Minimalismus. Mode, die nicht verrückt ist, ist keine Mode. Und was keine Mode ist, ist amerikanisch», erklärte er.

«Ich mag es nicht, zu empfehlen»

Zu den Fans Cavallis zählen viele berühmte Gesichter, darunter auch die Models Naomi Campbell (43) und Selita Ebanks (30). Eigentlich hat der gebürtige Florentiner jedoch gemischte Gefühle bezüglich Prominenter, die Labels promoten. Zwar findet er es grossartig, Stars in seinen Outfits zu sehen, doch sorgt er sich, dass es für aufstrebende Talente in der Modebranche problematisch sein könne. «Es ist nicht fair», betonte der Designer. «Grosse Firmen bezahlen Stars, damit sie ihre Kleidung auf dem roten Teppich tragen. Junge Designer können das nicht tun, also werden sie nie denselben Erfolg haben. Ausserdem gibt es heutzutage so viel Werbung, ich mag es nicht. Ich mag es nicht, zu empfehlen, was eine Frau tragen sollte - ich will, dass sie meine Kleidung ohne Andeutung auswählt.»

Der Fashionexperte kam auch auf sein frühes Leben zu sprechen, das sehr hart war. Nachdem sein Vater verstarb, als er gerade einmal zwei Jahre alt war, musste seine Mutter ihn und seine Schwester alleine grossziehen. Sie habe alles gegeben, was in ihrer Macht stand, dennoch gab es gewisse Dinge, bei denen sie ihrem Sohn nicht habe helfen können. «Das Studentenleben war furchtbar», gab der Italiener zu. «Ich war ein schwieriges Kind. Ich habe nicht wirklich etwas studiert, ich habe gelernt zu lesen und zu schreiben, aber mein grösstes Problem war mein Stottern. Ich fragte meine Mutter für gewöhnlich: 'Warum sollte ich lernen, wenn ich nicht nachsprechen kann, was ich weiss?' Dann weinte sie und antwortete: 'Was für ein Desaster!'»

Heute fiele das Resümee von Roberto Cavallis Mutter sicher anders aus.

(fajd/Cover Media)

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